LÖSUNG FÜR PATIENTEN

Biorhythmus

Wie bestimmen die Gesetzmäßigkeiten des Kosmos die Jahreszeitenzyklen, Tage und Nächte, und auch unsere inneren Biorhythmen?

Was sind Biorhythmen?
 

Ein Biorhythmus ist eine Art innere Uhr des menschlichen Körpers, die unser körperliches und geistiges Wohlbefinden beeinflusst. Wenn Sie Ihren Biorhythmus stören, zum Beispiel wenn Sie in ein Land in einer anderen Zeitzone reisen oder nach einer Party nicht vor zwei Uhr morgens ins Bett finden, werden Sie sich am nächsten Tag müde und abgespannt fühlen. Es braucht dann mehrere Tage oder gar Wochen, bis Sie sich an die neue Alltagsroutine gewöhnen.

Wie hängt ein circadianer Rhythmus mit den Biorhythmen zusammen?

Ein circadianer Rhythmus ist ein mit der Erdrotation synchronisierter Mechanismus, er dauert von 20 bis 28 Stunden und ist einer der wichtigsten Biorhythmen. Ein Beispiel für einen Bestandteil des circadianen Rhythmus ist der Schlaf-Wach-Zyklus, aber auch unsere Temperatur, die Freisetzung bestimmter Hormone und weitere Erscheinungen sind ebenfalls Bestandteile des circadianen Rhythmus, zu denen möglicherweise noch weitere, bislang unentdeckte Erscheinungen gehören.

Wie können wir unseren circadianen Rhythmus messen?

Aktivität

Die bislang einfachste Methode, den circadianen Rhythmus zu verfolgen, ist die Nutzung der Aktigraphie zum Messen Ihrer Aktivität während des Tages und der Nacht.

Basaltemperatur

Eine weitere Methode der Messung des circadianen Rhythmus ist das Messen der Körpertemperatur im Mund, der Vagina oder im Mastdarm gleich nach dem Aufwachen vor jeglicher körperlichen Aktivität.

Melatonin

Melatonin, auch als Schlafhormon bekannt, reguliert die täglichen und saisonalen Biorhythmen des Menschen. Eine weitere Methode des Messens des circadianen Rhythmus ist also das Messen des Melatoninspiegels.

Warum wollen wir den circadianen Rhythmus messen?

Unser Alltagsleben findet zwar auf einem hohen technischen Niveau statt, ist aber gleichzeitig auch sehr hektisch. Oftmals neigen wir zu schlechten Angewohnheiten und wählen einen ungesunden Lebensstil, wie verschiedene Diäten, eine künstliche Verlängerung des Tages, schlechte Beleuchtung, unzureichende körperliche Bewegung und zu viel am Computer verbrachte Zeit. Dies alles steigert das Auftreten verschiedener Erkrankungen, wobei eine langfristige Beeinflussung unserer Zyklen zu Schlafstörungen, Nervosität und Konzentrationsproblemen führen kann. Ein unnormaler Alltagsrhythmus kann auch mit Fettleibigkeit, Diabetes, einer bipolaren Störung und einer saisonalen affektiven Störung verbunden sein. Unsere derzeitige Forschung in diesem Bereich konzentriert sich vor allem auf die Psychiatrie, und zwar vor allem auf Gemütsstörungen und Psychosen. Allerdings testen wir auch die Anwendung in Bereichen wie Schlafmedizin, Neurologie und Lungenmedizin.

Biorhythmen in der Medizin

Wie funktioniert das eigentlich alles? Eine spezielle Gruppe von Nervenzellen, die sich direkt über der Stelle befinden, wo sich tief im Innern des Gehirns die Sehnerven kreuzen, ist als suprachiasmatischer Nucleus (SCN) bekannt. Die Neuronen selbst sind in Zyklen aktiv. Allerdings ist ihre Aktivität ungenau und muss unablässig synchronisiert werden, so dass die Zeiger unserer circadianen Uhr durch das Tageslicht eingestellt werden. Unsere Netzhaut besteht aus Stäbchen und Zapfen und weiteren lichtempfindlichen Zellen. Diese sind empfindlich für blaues Licht, das vor allem morgens ausreichend vorhanden ist, und sind direkt an den SCN angebunden. Dies ist der Mechanismus der einen neuen Tag startet. Ein weiterer Bestandteil des Mechanismus ist das Hormon Melatonin, dessen Spiegel gegen Abend zu steigen beginnen. Melatonin sagt uns, dass wir schlafen gehen sollen, und verursacht Müdigkeit. In der zweiten Nachthälfte beginnen seine Spiegel zu sinken, was für uns als Wecksignal funktioniert.

Die zyklischen Prozesse im SCN sind genetisch gesteuert, wobei einige Gene während eines Teils des Tages unterdrückt werden. Ihre Proteinprodukte sammeln sich an und die Grenzkonzentrationen starten ein zweites Gen, d. h. das Gen, das dank seines Feedbacks die Tätigkeit des ersten Gens hemmt. Dies ein ganz einfacher Mechanismus, nicht wahr? Er funktioniert aber gut, ebenso wie eine Reihe ähnlicher Gene. Und angesichts der Tatsache, dass wir genetisch nicht identisch sind, ist der circadiane Mechanismus in unseren Gehirnen unterschiedlich eingestellt. Deshalb besteht die Menschheit aus Individuen unterschiedlicher Chronotypen, von Frühaufstehern (Lerchen) bis Nachteulen.

Diese Verschiedenartigkeit ist absolut normal. Nur sind wir auch aus einem anderen Gesichtspunkt verschieden, und zwar auf eine Art und Weise, über die wir heute nur sehr wenig wissen. Der gesamte circadiane Apparat ist wie jeder andere fein abgestimmte Mechanismus sehr fragil. Etwa zwanzig Prozent der Menschen haben in einer bestimmten Jahreszeit, wo die Menge der Sonnenstrahlen rapide abnimmt, erhebliche Probleme und ihr circadianes System, das an der Grenze seiner Möglichkeiten arbeitet, ist nicht in der Lage, eine plötzliche Destabilisierung physiologischer Phänomene zu verhindern. Menschen mit dieser Veranlagung können unter anderem zu Fettleibigkeit, Diabetes, saisonaler Schlafstörung, verminderter Leistungsfähigkeit und Stimmungswechsel neigen.

Die Spitze des Eisbergs sind dann eine schwerwiegende circadiane Dysrhythmie und die begleitenden Stimmungsschwankungen. Diese kann dann in eine bipolare affektive Störung (BAS) oder eine rekurrente Depression übergehen. Es scheint, dass viele Gemütsstörungen etwas mit einem gestörten circadianen Rhythmus zu tun haben. Dies lässt sehr auf neue Behandlungsformen hoffen: wenn wir in der Lage sind, langfristig Veränderungen in der circadianen Stabilität aufzuzeichnen, befähigt uns dies, den Eintritt einer neuen Phase, oder mit anderen Worten eines Rückfalls, bei Individuen mit einer Veranlagung zu affektiven Störungen vorherzusagen. Die Fähigkeit, auf eine Störung des Zustands von Patienten ganze Wochen vorab hinzuweisen, bevor sie symptomatische Veränderungen der Stimmung, der Qualität des Schlafs oder der Leistungsfähigkeit verzeichnen, würde einen großen Gewinn bedeuten. Dies erfordert jedoch eine langfristige Beobachtung der Parameter des circadianen Systems. Eine hervorragende Möglichkeit, die die körperliche Aktivität überwacht, ist die Aktigraphie, denn inwieweit wir uns bewegen, bestimmt unsere täglichen Routinetätigkeiten. Das Aufstehen, der Gang zur Arbeit, der nachmittägliche Spaziergang, das Einschlafen und ein von kurzen Wachphasen gekennzeichneter Schlaf und so weiter – dies ist unsere alltägliche Routine, die sich im Grunde regelmäßig mit verschiedenen, durch äußere Einflüsse erzwungenen Abweichungen stets wiederholt.

Unsere derzeitige Forschung in diesem Bereich konzentriert sich jetzt vor allem auf die Psychiatrie, und zwar vor allem auf Gemütsstörungen und Psychosen. Allerdings testen wir auch die Anwendung in Bereichen wie Schlafmedizin, Neurologie und Lungenmedizin, wo, wie man annimmt, circadiane Rhythmen auch eine Rolle spielen.

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Wie kann ich ein Mindpax-Armband erhalten?

Es genügt, uns unter der E-Mail-Adresse info@mindpax.me zu kontaktieren.

Überwachung der Biorhythmen durch das System Mindpax

Wie überwachen die Mindpax-Armbänder die Biorhythmen?                                   

Alles beginnt mit einem einfachen Armband, das der Nutzer ständig am Handgelenk trägt. Das Armband sieht wie ein typisches Fitness-Armband aus und misst die körperliche Aktivität und den Schlaf der Person. Der Nutzer installiert in seinem Telefon eine kostenlose App, in die die Daten vom Armband via Bluetooth übertragen werden. Der Nutzer kann dann regelmäßig seinen Schlaf und seine Aktivität kontrollieren. Alle durch die mobile App gesammelten Daten sind verschlüsselt und werden an einen Server gesandt, wo sie ausgewertet werden. Der Nutzer wählt dann aus, mit wem er seine Daten auf dem Webportal teilen will.

Wie unterscheidet sich das System Mindpax von Fitness-Armbändern / Apps?

Der Hauptunterschied besteht in der Art und Weise des Umgangs mit den Daten. Fitness-Armbänder / Apps fassen Rohdaten zu gut bekannten Fitness-Parametern wie die Anzahl der Schritte, verbrannte Kalorien oder die Schlafdauer zusammen und die übrigen Daten gehen verloren. Die Datenanalyse durch das System Mindpax geht viel weiter. Wir arbeiten mit Primärdaten, wir suchen langfristige Trends und Verbindungen zum Gesundheitszustand einer Person und seiner Entwicklung, aber auch Fitness-Parameter. Mit steigendem Datenvolumen werden die Algorithmen des Systems Mindpax nutzerspezifisch für jede Person angepasst und sind in der Lage, Abweichungen vom Normalzustand festzustellen.